Zeitungsartikel
HNA-Online: Technik fürs All
SCHWALMSTADT. 1992 packte der Ziegenhainer Karl Siebold die Koffer: Ausgepackt hat sie der Ingenieur in den USA, in Houston. Bis 2002 war sein Arbeitgeber die Nasa. Heute ist der 42-Jährige als Professor an der Embry-Riddle Aeronautical Universität in Arizona beschäftigt. Hier werden junge Ingenieure ausgebildet und fit gemacht in Sachen Raumfahrtechnik.
Karl Siebold lebt jetzt mit seiner Frau und vier Kindern in Prescott. Vor sieben Jahren rief er den Nasa-Wettbewerb ins Leben. "Ich möchte jungen Leuten einen Einblick in den naturwissenschaftlichen Bereich und in den Ingenieurberuf verschaffen", erklärt er die Idee. Mittlerweile nehmen 20 Länder am Wettbewerb teil: Aus jedem Land besuchen zwei Teilnehmer die ISSF, die International Space School Foundation. Die ISSF ist eine gemeinnützige Organisation, die jungen Menschen die Magie des Weltraums näher bringen möchte. Karl Siebold koordiniert den Wettbewerb. In den ersten beiden Jahren nahm er die Schüler bei sich zu Hause auf. "Die Deutschen gehören im Workshop zu den Besten. Sie sind sehr gut vorbereitet", sagt Siebold.
Derzeit macht die Familie Weihnachtsurlaub in der Schwalm. Bettinas Eltern wohnen in Treysa, Karls in Ziegenhain. Noch zwei Wochen genießen sie die Treffen mit der Verwandtschaf: "Wir kommen meist nur alle zwei Jahre. Aber Weihnachten ist es immer besonders schön", sagt Bettina Siebold. Auch der Besuch am Schwalmgymnasium weckte alte Erinnerungen: "Ich hab hier 1992 Abitur gemacht", erzählt die 34-Jährige. Karl Siebold folgte sie 1994 in die USA - ein Schritt, den beide bis heute nicht bereut haben.
Foto: Rose (zsr)