Zeitungsartikel
HNA: Der Spaß mit Zahlen
RÖLLSHAUSEN. Ein Lieblingsfach hat er nicht, „eigentlich macht mir alles Spaß“, erzählt Konstantin Schwalm. Spaß hat der Gymnasiast aus Röllshausen auch an Mathematik. Seine Sympathie zu Gleichungen und Zahlen blieb nicht ohne Erfolg: beim Kreisentscheid des hessenweiten Mathematik-Wettbewerbs belegte der Dreizehnjährige einen ersten Platz.
Diese Leistung öffnete ihm die Tür zum Landesentscheid – heute nimmt Konstantin mit weiteren 60 000 Achtklässlern aus dem gesamten Bundesland an dem hessenweiten Mathematik-Wettbewerb teil. Genau 90 Minuten dauert der Landeswettbewerb. In diesem Zeitraum sollten sowohl Rechen- als auch Denkaufgaben gelöst werden können.
Eine besondere Taktik für die Lösung hat der Schwalmschüler nicht. „Von oben nach unten, der Reihe nach“, sagt er. Über diese Worte kann Konstantins Schwester Ann-Christine nur staunen. Wie er das schafft? „Keine Ahnung“, sagt die Gymnasiastin. Mathematik gehöre nicht zu ihren Stärken. Geschichte und Französisch sind der 15-jährigen lieber, „das werden meine Leistungsfächer“.
Um abzuschalten, treibt Konstantin Sport. „am liebsten Fußball“. Einen Gleichgesinnten für dieses Hobby gibt es im Familienkreis – Vater Paul ist leidenschaftlicher Fußballfan und Trainer.
Weitere Hobbys? Der Schwalmschüler schweigt bescheiden. „was ist mit Musik?“, hilft ihm Mutter Christel auf die Sprünge. Klavier spiele er und Orgel, erzählt sie stolz, beherrsche außerdem das Tastschreiben.
Ein dichter Tagesplan mit wenig Freizeit? Der Schüler winkt ab. Klar lerne er und setze sich regelmäßig zum Üben ans Klavier, „das Fernsehen darf aber auch nicht zu kurz kommen“. Bei diesen Worten schmunzeln seine Eltern. Die Angewohnheit ihres Sohnes, vor der Glotze zu entspannen, kennen Christel und Paul Schwalm gut – „es sollte nur nicht überhand nehmen“.
Dem großen Tag des hessenweiten Mathematik-Wettbewerbs sieht Konstantin relativ gelassen entgegen, „Mathe ist etwas, was ich kann“.