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25.7.2008 : 7:38 (+0200)

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Die Stadt Schwalmstadt

Geografische Lage
Schwalmstadt liegt zentral zwischen Kassel und Marburg – im Herzen Deutschlands. Eingebettet zwischen den Höhenzügen des Knülls und des Kellerwaldes bildet sie den Mittelpunkt der Trachtenlandschaft Schwalm. Durch die Stadt fließt der Fluss Schwalm. Die nächst größeren Städte sind Kassel (etwa 50 km nördlich), Bad Hersfeld (etwa 35 km östlich), Marburg (etwa 40 km südwestlich) und Fulda (etwa 70 km südöstlich).

Mit seinen ca. 20.000 Einwohnern ist Schwalmstadt die größte Gemeinde des Schwalm-Eder-Kreises und gleichzeitig das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Schwalm.


Stadtgliederung
Im Zuge der hessischen Gebietsreform wurden die beiden Städte Treysa und Ziegenhain mit ihren umliegenden Dörfern am 31. Dezember 1970 zur Stadt Schwalmstadt vereint. Weitere fünf Dörfer kamen bis 1972 hinzu.

Neben den Stadtteilen Treysa und Ziegenhain gehören seit 1972 insgesamt elf Landgemeinden zu Schwalmstadt: Allendorf an der Landsburg, Ascherode, Dittershausen, Florshain, Frankenhain, Michelsberg, Niedergrenzebach, Rommershausen, Rörshain, Trutzhain und Wiera.


Geschichte
Im 8. Jahrhundert war Treise = Treysa im Besitz der Äbte des Benediktinerklosters Hersfeld und findet dort seine erste urkundliche Erwähnung. Stadtrechte erhielt Treysa zwischen 1229 und 1270. 

Ein wichtiges Ereignis für die weitere Entwicklung Treysas ist die Verleihung der Stadtrechte zwischen 1229 und 1270. Im 13. Jahrhundert erlangte Treysa auch Bedeutung als Münzstätte. Das Wahrzeichen Treysas, die Martinskirche (heute Totenkirche), wurde 1230 gebaut.

Seit dem 13. Jahrhundert entwickelte sich Treysa zu einem blühenden Handelsplatz innerhalb der Grafschaft Ziegenhain und auch darüber hinaus. Auch die Lage am Knotenpunkt alter Fernhandelsstraßen (z. B. „Lange Hessen“) förderte den Handel. Die wirtschaftliche Bedeutung der durch Mauern und Türme gut gesicherten Stadt lag in der Tuchherstellung, dem Handel und dem Handwerk. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts waren acht Zünfte in der Stadt vertreten: Hansegreben (Kaufleute), Bäcker, Leineweber, Lohgerber, Schneider, Schuhmacher, Schmiede und Metzger.

Im August 1945 fanden in Treysa die Verhandlungen zur Gründung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) statt ("Kirchenkonferenz von Treysa"). Damit wurde ein Zusammenschluss der lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen vollzogen. Zwei weitere Kirchenversammlungen der EKD im Mai 1946 und im Juni 1947 versuchten das Gespräch über unterschiedliche Auffassungen zum Abendmahl in Gang zu bringen und befassten sich mit der Entnazifizierung.

Im Interessentenwald von Rommershausen schlug 1916 ein 63 kg schwerer Eisenmeteorit ein – der sog. „Meteorit von Treysa“. Er wurde nach langer vergeblicher Suche 1917 von einem Förster gefunden und befindet sich heute in Marburg. An der noch gut zu erkennenden Einschlagstelle befindet sich heute ein Gedenkstein.

Die Grafen von Cigenhagen = Ziegenhain wurden im Jahr 1144 das erste Mal urkundlich genannt, Ziegenhain erhielt 1274 das Stadtrecht. Nach dem Tod des letzten Grafen ging die Grafschaft 1450 an Hessen.

Die Landgrafen von Hessen begannen1470, die vorhandene Burg zum Residenzschloss umzubauen. Landgraf Philipp I. von Hessen baute Ziegenhain zur Wasserfestung aus (1537 bis 1548). Im Schloss wurde 1539 unter Einfluss des Reformators Martin Bucer die „Ziegenhainer Kirchenordnung“ beschlossen. Sie verpflichtete die Gemeinden zum gewissenhaften Unterricht der Jugend in Glauben und Lehre und führte das Amt des Kirchenältesten und die Konfirmation ein.

In den Jahren von 1821 bis 1974 war Ziegenhain Kreisstadt des neu gebildeten Landkreises. Baulich und bevölkerungsmäßig konnte sich Ziegenhain nur langsam aus der jahrhundertelangen Eingeschlossenheit durch die Festungssituation lösen.


Hessentag
Unter dem Motto »Hessisch Willkommen« war Schwalmstadt 1995 Austragungsort des 35. Hessentages, dem größten Volksfest Hessens. An zehn Tagen fanden mehr als 400 Veranstaltungen innerhalb Schwalmstadts statt.