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25.7.2008 : 2:50 (+0200)

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"Eine unbequeme Wahrheit"

In dem Film "Eine unbequeme Wahrheit" zeigt uns Al Gore, ehemaliger Vize-Präsident der USA, das Ausmaß des Klimawandels.

 

Mit vielen Graphiken und Bildern macht er deutlich, wie sehr wir Menschen den Klimawandel beeinflussen und wie stark sich die Erde schon geändert hat. Die vielen Statistiken verdeutlichen, dass der Klimawandel schon seit vielen Jahren aktiv ist, aber noch nie so weit vorangeschritten ist, wie in den letzen Jahren. Grund dafür ist vor allem die Ignoranz der Menschheit. Alle sehen, dass sich das Klima ändert und Naturkatastrophen immer häufiger vorkommen, doch die Meisten sind nicht bereit, etwas dagegen zu tun und genau das versucht Al Gore mit seinem Film zu ändern. Indem er auf erschreckende Art und Weise zeigt, wie die Erde in kürzester Zeit aussehen könnte, will er die Menschen wachrütteln, damit sie erkennen, dass sich von alleine nichts ändern wird und somit der Klimawandel unaufhaltsam voranschreiten kann.

Durch die vielen Fakten, die er uns nennt, und welche nachweislich der Wahrheit entsprechen, wirkt dieser Film sehr erschreckend. Doch genau das ist es, was Al Gore wollte. Das hätte er nie erreicht, wenn er seine Vorträge immer nur in kleinen Städten gehalten hätte und somit war die beste Möglichkeit, alles zu verfilmen. Nun stellt sich jedoch die Frage, inwieweit die Menschen ihre Einstellung zum Klimaschutz ändern, nachdem sie sich den Film angeschaut haben. Es gibt sicherlich einige Leute, die kurz nachdem sie den Film gesehen haben, sagen, dass sie etwas ändern wollen und sich aktiv am Klimaschutz beteiligen wollen, aber ich bin mir sehr sicher, dass das oftmals nur Worte sind, denen man keine Bedeutung schenken sollte. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber der Großteil gibt nur leere Versprechen ab. Es ist schwer, die Meinung der Menschheit mit einem Film zu ändern, denn diese Meinung und diese Ignoranz im Bezug auf den Klimaschutz hat sich über Jahre gebildet und kann daher nicht von heute auf morgen geändert werden.

Bevor ich den Film gesehen hab, hab ich immer gedacht, dass ich als einziger Mensch nicht viel bewirken kann, aber nun ist mir klargeworden, dass wenn alle so denken, wird sich nie etwas ändern. Der Film von Al Gore hat mir gezeigt, dass meine Einstellung falsch war und dass man schon durch kleine Dinge etwas in Richtung Klimaschutz machen kann. Man muss dafür nicht in einen Klimaschutzverband oder ähnliches eintreten, sondern wenn man einfach in seinem Alltag auf Dinge achtet, die einem vielleicht nie als wichtig erschienen sind, so zum Beispiel das Ausschalten des Standby-Knopfes beim Fernseher, kann man einen kleinen Teil dazu beitragen, dass die Erde sich nicht noch stärker verändert und irgendwann unbewohnbar wird. Trotz des Filmes von Al Gore gibt es jedoch weiterhin genug Leute, die ihre Einstellung nicht ändern und deswegen sehe ich dem Film etwas kritisch. Natürlich war es immerhin ein Ansatz, um etwas in Bewegung zu setzen, aber vielleicht war es auch etwas naiv von Al Gore, zu denken, dass dieser Film das Denken der gesamten Erdbevölkerung ändert. Aber sein Mut, damit an die Öffentlichkeit zu gehen trotz der vielen Kritik, die er immer wieder bekommen hat, ist lobenswert und zeigt, dass er was bewegen will.

Eine Rezension von Beate Hertel


Filmplakat zu Al Gores Film "Eine unbequeme Wahrheit"

22.05.2007 - 1 Jahre